Im vereinseigenen Rahmen feierten die Fuggerschützen Göttersdorf am Samstagabend, 16. September 2023 im Schützenheim ihr 100jähriges Bestehen.
Zu Beginn konnte Schützenmeister Siegmund Eiblmeier besonders den 3. Bürgermeister Konrad Breit, Stad und Kreistrat Karl-Heinz Hierzegger sowie zahlreiche Mitglieder begrüßen.
Nach einem gemeinsamen Essen hielt der langjährige frühere Schriftführer Max Bloch einen Rückblick auf die 100 Jahre Fuggerschützen. Er betonte, die 100-jährige Geschichte der Fuggerschützen Göttersdorf, auf die man heute mit einem Ehrenabend zurückblicke, lässt sich grob betrachtet in vier entscheidende Phasen unterteilen.
So liegen leider die Ursprünge der im Jahre 1923 gegründeten Gruppierung hinsichtlich der ersten 35 Jahre im Dunkeln, es sei nicht gelungen Dokumente über diese, für den einen oder anderen in diesem Kreis vielleicht noch interessante Epoche, zu finden.
Ein Versammlungs- und Protokollbuch, beginnend mit der Generalversammlung am 9. Oktober des Jahres 1958 gibt Aufschluss über die seinerzeitigen Aktivitäten. Sämtliche der damals verzeichneten Personen weilen bis auf eine Ausnahme nicht mehr unter uns. Bloch bat dann um eine Schweigeminute um aller verstorbenen Mitglieder zu gedenken. .Mit der Generalversammlung am 26. Dezember1968 endet die Berichterstattung über den in der Generalversammlung am 10. Oktober 1963, also vor fast genau 60 Jahren, in „Fuggerschützen Göttersdorf“, auf Vorschlag des Schützenkameraden Josef Sicheneder, umbenannten Vereins.
Der bereits verstorbene Hans Hartmann war es, der am 23. September des Jahres 1980 den Verein aus seinem Dornröschenschlaf erweckte und zum Schützenmeister gewählt wurde. Da im Jahr 1991 das Gasthaus Perstorfer zusperrte musste man den Schießbetrieb einstellen und war nur noch ein Gesellschaftsverein. Das neue Vereinslokal war dann das Gasthaus Fritz Nagl.
Bereits 2001 mit Beendigung des Schulbetriebes begannen erste Planungen zum Schießstand im leer stehenden Schulhaus. 2002 wurde dann ein Schießstand im Bürgerhaus eingebaut und am 21. September eingeweiht.
Während der aktiven Zeiten des Vereins wurden viele Schießabende mit Ermittlung der Vereinsmeister, Bezirks- und Gaurundenwettkämpfe, Schützenbälle, Schützenkönigsschießen und lange Jahre ein Dorfvereinsschießen durchgeführt oder abgehalten. Zuletzt schoss die Luftpistolenmannschaft in der Bezirksliga und die Luftgewehr-aufgelegt-Mannschaft in der Gauoberliga.
1. Schützenmeister Siegmund Eiblmeier hat dieses Amt nun seit mehr als 22 Jahren inne. Wie die aufgeführten Aktivitäten eindrucksvoll beweisen ein großer persönlicher Einsatz und ein äußerst beachtliches Engagement. Dafür darf ich ihm, gewiss auch im Namen aller Anwesenden und ohne die Leistungen seiner Vorgänger und der weiteren Verantwortlichen zu schmälern herzlich danken.
100 Jahre Vereinsgeschichte bleiben nicht ohne Spuren. Dies hat auch die Entwicklung der Fuggerschützen Göttersdorf aufgezeigt.
So haben Mobilität und umfassendes Freizeitangebot so manchen Verein und dessen Führung vor große Herausforderungen gestellt. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass die Fuggerschützen, wenn auch mit einem relativ kleinen Stamm an wirklich Aktiven, in den letzten Jahren, gerade im sportlichen Bereich, beachtenswerte Erfolge einfahren konnten. Nicht nur in Rundenwettkämpfen, auch bei Stadt- und Gaumeisterschaften sowie in verschieden Pokalwettbewerben tauchten immer öfter Schützen des Vereins auf den vorderen Plätzen auf, machten Meisterschaften unter sich aus. Dafür gilt sowohl den erfolgreichen Schützen aber auch der Vereinsführung, die neben der Investition von Zeit, auch finanzielle Opfer bringen, damit dem Verein das Überleben sichern, großer Dank und Anerkennung. Erwähnt sei hier besonders Franz S. Bauer der mit wenigen Ausnahmen bei den Schießabenden vor Ort und als Standschreiber aktiv ist. Auch die Mitglieder, die dem Schützenverein über die Jahre hinweg, trotz manchem Rückschlag die Treue gehalten haben, sollen an dieser Stelle nicht ungenannt bleiben. Sie sind gewissermaßen das Rückgrat, ein Anker, an dem sich der Nachwuchs orientieren kann. Auch diesen „Stammmitgliedern“ möchte ich meinen ausdrücklichen Dank aussprechen und wenn ihnen für dieses Festhalten mit einer Urkunde gedankt wird, so kann dies nur ein kleines Zeichen der Wertschätzung sein, die das Schützenmeisteramt damit ausdrücken will. Erinnern darf ich auch an die Sponsoren, die den finanziellen Grundstock durch Ihre Geld- bzw. Sachspenden entlastet haben sowie die Bereitschaft der Stadt Osterhofen, die es mit der Umwidmung des ehemaligen Schulgebäudes in ein Bürgerhaus ermöglicht hat, dass der Schützenverein eine dauerhafte und sehr ansprechende Heimat gefunden hat.
Wenn ich zum Schluss meiner Ausführungen einen Wunsch äußern darf, so geht er in die Richtung, dass sich auch in den kommenden Jahren dem Schießsport Zugeneigte finden, die sich aktiv einbringen, an den Schießabenden präsent sind und, was besonders wichtig wäre, auch Führungsaufgaben übernehmen. Wenn sich dabei aus den Reihen der jüngeren Generation jemand angesprochen fühlen würde, wäre das umso wichtiger für den Fortbestand des hoffentlich auch in der Zukunft erfolgreichen Schützenvereins.
Vor den Ehrungen sprach stellvertretender Bürgermeister Konrad Breit ein Grußwort. So gratulierte er zunächst im Namen der Stadt zu dem Jubiläum. Wie man aus der Festrede hören konnte, meinte er, sei der Verein in den 100 Jahren seines Bestehens sportlich und gesellschaftlich im Dorfleben integriert. Zuletzt dankte er noch allen für ihren ehrenamtlichen Einsatz und wünschte noch viel sportlichen Erfolg. Zusammen mit Schützenmeister Siegmund Eiblmeier und seinem Stellvertreter Hans Schwinghammer führte er dann die Ehrungen durch. Den nicht anwesenden Mitgliedern wird sie nachgereicht
Ehrungen
Für mindestens 20 jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:
Christian Amann, Simon Amann, Alexander Bauer, Elfriede Bauer, Franz Bauer, Georg Böhmisch, Franz Xaver Dirwimmer, Martha Dirwimmer, Franz Domke, Martha Domke, Michael Domke, Franziska Eiblmeier, Simon Gaudek, Erwin Jungbauer, Katja Köllner, Werner Meier, Johann Rauch, Daniel Rauch, Franz Xaver Rauch, Erwin Rettenberger, Simon Rettenberger, Gerhard Rickinger, Gerhard Rieß, Silvia Schmidt, Christian Seis, Hans Peter Seis, Thomas Staudacher, Christian Vierthaler, Christine Weinberger, Franz Weinberger und Josef Winklbauer.
Für mindestens 40jährige Mitgliedschaft:
Franz Beham, Max Bloch, Angela Eiblmeier, Siegmund Eiblmeier, Rosmarie Hau, Karl-Heinz Hau, Karl-Heinz Hierzegger, Johann Perstorfer, Rosemarie Pirkl, Maria Roiss, Johann Schwinghammer und Hildegard Wasmeier
Für mindestens 50jährige Mitgliedschaft:
Michael Beham, Johann Domke, Franz Flieger, Sebastian Pirkl, Johann Seis, Franz Thalhauser, Franz Zehrer und Johann Zehrer.und für 60jährige Mitgliedschaft Max Scherer sen.
Bekannte Schützenmeister der Fuggerschützen Göttersdorf
Ab 1958: 1.Schützenmeister Michael Beham (Pöcking), ab 8.10.1959 Alois Steinbeisser, ab 7.12.1961 Josef Saller jun., ab 25.12.1967 Theo Rickinger sen. und ab 26.12.1968 Siegfried Vogl. Nach der Wiederauferweckung: ab 23.09.1980 Schützenmeister: Hans Hartmann sen., Okt. 1984 – Sept. 1988 Rosemarie Pirkl, Okt. 1988 - Sept. 1990 Franz Flieger, Okt. 1990 – Okt. 1993 Rosemarie Pirkl, Nov. 1993 – Febr. 2002 Hans Domke, ab 2001 bis jetzt (2023) Siegmund Eiblmeier
Mit einem gemütlichen Beisammensein wobei der Schützenmeister Fotos aus den 80 Jahren und ab 2002 zeigte, endete die Feier.
Fotos zeigen:
Jub-100-1: Die für mindestens 50 und 60 Jahre Mitgliedschaft geehrten Mitglieder mit 3. Bürgermeister Konrad Breit und Schützenmeister Siegmund Eiblmeier,
Jub-100-2: Die für mindestens 40 Jahre Mitgliedschaft geehrten Mitglieder
Jub-100-3: Die für mindestens 20 Jahre Mitgliedschaft geehrten Mitglieder


